Coaching-Stories: Themen SELBSTWERT und GRENZEN

Ich darf mich wehren – wie Lena sich als Erwachsene die Erlaubnis gab

Lena (Name geändert) möchte einfach sie selbst sein dürfen. Offen, humorvoll und unbeschwert. Nach außen zeigte sie davon bisher wenig. Als Kind mit einem aggressiven und cholerischen Vater war Unsichtbarkeit die sicherste Strategie. Das kleine Mädchen hatte keine Wahl – es konnte sich nicht wehren. Also lernte es: Bleib klein. Fall nicht auf. Halt dich raus. Das Schutzschild von damals kostet sie heute täglich Kraft und Lebensfreude.

 

Wo ist deine Grenze?

Zu Beginn eine einfache Frage: Wo beginnt dein Raum? Lena schaut mich fragend an. Dann sagt sie leise: „Ich weiß es nicht."

 

Wir arbeiten mit Seilen, mit dem Körper, mit dem, was sich zeigt, wenn man Grenzen buchstäblich sichtbar macht. Sie fühlt sich mit mir sicher und sie weiß was jetzt kommt. Ich spiele einen „Eindringling", der den Raum betritt, ohne zu fragen. Es triggert sie sofort. Zurückweichen. Einfrieren. Blick senken. Der Muskeltest zeigt, was ihr System in den Zellen gespeichert hat: Alarmzustand und Panik.

 

Mit meinem Coaching-Ansatz arbeiten wir direkt dort, wo das Muster sitzt – nicht rein im Verstand, sondern vor allem im Nervensystem. Schicht für Schicht löst sich, was das kleine Mädchen einst eingefroren hat. 

 

Der Moment

Ich nähere mich wieder. Lena steht aufrecht da und ist fokussiert. Und diesmal hebt sie die Hände – fest, klar – und ruft: „STOP!"

 

Keine Angst mehr. Keine Entschuldigung danach. Nur die schlichte, kraftvolle Erlaubnis an sich selbst: Ich darf das. Ich darf mich wehren und das ist meine Grenze. Bis hierher und nicht weiter.

 

Was damals unmöglich war, ist heute erlaubt. Ihre Grenze ist installiert und wir arbeiten weiterhin daran, dass die Grenze stabil bleibt und Lena sich nach und nach öffnen kann.

 

Aus Anpassung wird Selbstbestimmung - die Kraft der Selbstannahme

Maria (Name geändert) trug seit ihrer Kindheit den Glaubenssatz in sich: „Ich bin nicht gut genug.“ Um Anerkennung zu bekommen und sich sicher zu fühlen, entwickelte sie ein starkes Anpassungsverhalten – „People Pleasing“ wurde zu ihrer besten Strategie, die ihr auch gar nicht wirklich bewusst war. Sie kümmerte sich hauptsächlich um andere, erfüllte deren teils unausgesprochenen Erwartungen und vermied Konflikte.

 

Dieses Verhalten hatte auch eine positive Seite, die wir würdigen konnten: Es machte sie sensibel für die Bedürfnisse anderer und schenkte ihr soziale Stärke und ein sicheres Umfeld. Doch innerlich blieb die ständige innere Leere und das quälende Gefühl, selbst nicht zu genügen.

 

In der achtsamen Begegnung mit ihrem inneren Kind durfte Maria einem alten Schmerz begegnen. Die verdrängten Gefühle wurden kurz ins Bewusstsein geholt, gesehen, gewürdigt und achtsam mit dem Emotionscoaching verarbeitet. Mit jedem Schritt veränderte sich ihre innere Haltung: Sie erkannte, dass die Anpassung einst ein Schutz war – doch heute darf und will sie sich selbst zuerst den Raum für ihre eigenen Bedürfnisse geben.

 

Nach der Verarbeitung und Integration der Emotionen kam ihre innere Kraft wie von selbst zurück. Maria spürte Selbstvertrauen, Klarheit und die Freiheit, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.

 

Das Gefühl „nicht gut genug“ verlor seine Macht und machte Platz für die Erkenntnis: Ich bin genug – und kann, darf und will mein Leben selbstbestimmt gestalten.

 

Wenn die Last abfällt – Unternehmer findet zurück zu sich selbst

Er trug sie schon so lange, dass er sie kaum noch spürte – eine Erwartungslast, die sich tief in seinen Alltag eingegraben hatte. Als Unternehmer, als Führungsperson, als Mensch. Die Erwartungen anderer, die unausgesprochenen Ansprüche, die ständige innere Anpassung – all das hatte seinen Platz eingenommen. Dort, wo eigentlich er selbst hätte sein sollen.

 

Im Coaching entstand Raum für etwas Unerwartetes: Das, was er so lange unbewusst mitgetragen hatte, durfte endlich gesehen und losgelassen werden. Mit dem Emotionscoaching konnten die tief verwurzelten Belastungen Schicht für Schicht ans Licht kommen – ohne Druck, ohne Bewertung.

 

Das Erarbeitete anzunehmen und ziehen zu lassen fühlte sich an wie ein inneres Aufrichten – als würde sich etwas lösen, das so lange keinen Namen hatte.

 

Unmittelbar nach der Sitzung war mein Klient an der Isar – und spürte sich selbst wie schon lange nicht mehr. Verbunden mit dem Moment, verbunden mit sich. Eine Leichtigkeit, die er gar nicht mehr kannte.

 

Seitdem ist er ein kleines Stück mehr er selbst. Im Privaten und im Unternehmen. Die Wirkung zeigt sich auch dort – als wohltuender Nebeneffekt einer Veränderung, die von innen kommt. Sein Umfeld nimmt es auf.

 

Und er darf endlich weniger für andere sein – und mehr für sich.

 


Sie fragen sich, ob auch Ihr Thema gelöst werden kann?
Melden Sie sich – wir besprechen das gemeinsam.

Andrea Hartinger Life- und Business Master Coach und Lehrtrainerin in Landshut und München

 

PRAXIS-ADRESSE

 

im Herzen von LANDSHUT

Altstadt 28 | 2. OG
(über Bücher Pustet, Eingang in der Passage)

84028 Landshut

 

ONLINE-COACHING via ZOOM

[email protected]

Tel. 015170897178